Bei mir liegt ein Metabolisches Syndrom vor. Wie gefährdet bin ich?

Risiken in Zahlen zu kleiden ist in der Medizin die Aufgabe von Epidemiologen. Sie schauen sich Bevölkerungsstudien an, errechnen Erkrankungshäufigkeiten und die entsprechenden Wahrscheinlichkeiten für verschiedene Konstellationen. Angesichts seiner Komplexität ist das jedoch im Fall des Metabolischen Syndroms sehr schwierig – wenn nicht gar unmöglich. Immerhin gibt es für die einzelnen Komponenten des Syndroms wie Übergewicht, Hochdruck oder Diabetes verhältnismäßig zuverlässige Abschätzungen, wie hoch das jeweilige Risiko für Folgekrankheiten wie Herzinfarkt oder Schlaganfall ist. Viele Experten vermuten, dass die Gefahr des Metabolischen Syndroms sich aus der Summe der Einzelkomponenten errechnen lässt. Womöglich potenziert sich die Gefahr aber auch beim Vorliegen mehrerer Faktoren. Wie hoch das Risiko für Sie ist, kann Ihr Arzt mit Hilfe bestimmter Risikoabschätzungen (z.B. PROCAM-Score) errechnen. Grob geschätzt steigt die Gefahr für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Vorliegen eines Metabolischen Syndroms um das Zweifache an. Liegt zudem ein Typ-2-Diabetes vor, ist das Risiko sogar um das Fünffache erhöht.