Welchen Vorteil hat der Patient von einer Früherkennung des Metabolischen Syndroms?
Den Nutzen der Diagnose des „Metabolischen Syndroms“ hat einer der Erstbeschreiber, Professor Markolf Hanefeld vom Zentrum für Klinische Studien der Technischen Universität Dresden und Vorstandsmitglied der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!, folgendermaßen beschrieben: Die Diagnose „Metabolisches Syndrom“ dient als Anleitung zur ganzheitlichen Betrachtung einiger eng vernetzter Krankheiten. Wenn also ein Risikofaktor wie beispielsweise Bluthochdruck oder Übergewicht vorliegt, sollten auch alle anderen Faktoren abgeklärt werden. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass andere behandlungsbedürftige Störungen vorliegen, ist hoch. Der Vorteil für den Patienten besteht darin, dass nicht jede der Krankheiten des Metabolischen Syndroms einzeln, sondern das Problem als Einheit behandelt wird. Das wirkt sich unter anderem bei der Wahl von Medikamenten aus: So erhöhen manche Hochdruckmedikamente beispielsweise – gewissermaßen als Nebeneffekt – die Empfindlichkeit der Zellen für Insulin, weshalb auf diese Weise auch einer drohenden Zuckerkrankheit vorgebeugt wird.