Mein Arzt sagt, meine Fettwerte seien zu hoch. Was bedeutet das?
Entscheidender Faktor bei der Entstehung des Metabolischen Syndroms ist eine falsche Ernährung. Das Hauptproblem stellt dabei ein zu hoher Anteil von Fett dar. Das Nahrungsfett wird im Verdauungstrakt aufgespalten und im Dünndarm aufgenommen. Über das Blut gelangt es zu den verschiedenen Speicher- und Produktionsorten des Körpers: die Leber, das Unterhautfettgewebe oder auch die Muskeln. Grundsätzlich sind Fette wichtige Nahrungsbestandteile, da sie dem Körper als Energiequelle und als Baustein (u.a. für Hormone, Zellmembranen) dienen. Den größten Teil der mit der Nahrung aufgenommenen Fettmoleküle machen Triglyceride aus, ein kleinerer Anteil entfällt auf das Cholesterin. Letzteres wird in verschiedenen Verpackungen im Blut transportiert: unter anderem als HDL- oder LDL-Cholesterin. Bekommt der Körper nun ständig zu viel Fett zugeführt, erreichen Speicherung und Verarbeitung Kapazitätsgrenzen, so dass die Fettkonzentration im Blut ansteigt. Wenn der Arzt nun von zu hohen Fettwerten spricht, meint er damit meist eine bestimmte Verpackungsform des Cholesterins, das LDL-Cholesterin. Diesem wird eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Gefäßschäden beigemessen. Das HDL-Cholesterin dagegen schützt die Gefäße. Hier gilt also das Gegenteil: Sinkt seine Blutkonzentration, steigt die Gefahr.