PREISTRÄGER PRINT 2010: Simone Herzner
Foto: Eleana Hegerich
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat die Serie
›Die tz-Fitness-Diät!‹ der Journalistin Simone Herzner, erschienen in der Tageszeitung „tz“ vom 7. bis 27. März 2009, zur Gewinnerin des Medienpreises Print 2010 gewählt.
In ihrer aufwendig recherchierten und optisch opulent gestalteten Serie stellt Simone Herzner Wege zum Normalgewicht in laienverständlicher und im Alltag ihrer Leser umsetzbarer Form dar.
Es werden Möglichkeiten für eine langfristige Ernährungsumstellung erklärt, der Nutzen körperlicher Aktivität wird in attraktiver Form dargestellt, und auch die Risiken starken Übergewichts werden beleuchtet. Immer wieder tauchen auch Protagonisten auf, die dem Leser eine Identifikation mit den Zielen der Serie erleichtern. Trotz publikumswirksamer Aufmachung gelingt es Simone Herzner, die Ratschläge und Angebote in wissenschaftlich korrekter Form zu präsentieren. Anerkannte Experten sorgen darüber hinaus für eine hohe Glaubwürdigkeit der Serie.
Der Gesundheitspreis wurde am 16. Juli 2010 in Baierbrunn bei München verliehen.
Festrednerin: Prof. Dr. Klaus Bös, Leiter Institut für Sportwissenschaft,
Universität Karlsruhe, mit dem Vortrag: Bewegen ist Leben – Bedeutung von Bewegung und Sport für lebenslange Gesundheit und Wohlbefinden
PREISTRÄGER TV 2010: Tilmann Jens und Bettina Oberhauser
Foto: Literaturtest
(Tilmann Jens)
Foto: Michael Kayser
(Bettina Oberhauser)
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat den Beitrag
›Dick durch Diät – warum abnehmen wollen manchmal aussichtslos ist‹
der Autoren Tilman Jens und Bettina Oberhauser zum Gewinner des Medienpreises Fernsehen gewählt. Es handelt sich um eine Produktion des Hessischen Rundfunks in Kooperation mit ARTE, ausgestrahlt erstmals auf ARTE am 6. April 2009.
Der Film begleitet Menschen, die an schweren Formen des Übergewichts leiden, an Fettsucht. Es gelingt Tilman Jens und Bettina Oberhauser, einem Betroffenen sehr nahezukommen, ohne ihn bloßzustellen. Der Mann entscheidet sich wegen seines nicht mehr anders zu behandelnden Übergewichts für die Adipositas-Chirurgie. Die Autoren stellen die Lebenssituation des Patienten dar und seine gesundheitlichen und sozialen Probleme durch die Adipositas.
Auch die behandelnden Ärzte kommen zu Wort. Flankiert wird dieses Beispiel durch Stimmen aus Forschung und Wissenschaft, die für den Zuschauer einordnen und erklären, wieso unsere Ess- und Bewegungsgewohnheiten bei immer mehr Menschen zu schwerem Übergewicht führen.
Der Gesundheitspreis wurde am 16. Juli 2010 in Baierbrunn bei München verliehen.
Festrednerin: Prof. Dr. Klaus Bös, Leiter Institut für Sportwissenschaft,
Universität Karlsruhe, mit dem Vortrag: Bewegen ist Leben – Bedeutung von Bewegung und Sport für lebenslange Gesundheit und Wohlbefinden
PREISTRÄGER TV 2009: Monika Grebe
Foto: Eleana Hegerich
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat den Beitrag
›Die Dickmacher – und wie wir ihnen entkommen‹ der Redakteurin
Monika Grebe in der Sendung QUARKS & CO des WDR-Fernsehens vom 29. April 2008 zum Gewinner des Medienpreises Fernsehen 2009 gewählt.
Der Beitrag thematisiert auf der einen Seite unsere Ess- und Bewegungsgewohnheiten und erklärt an alltäglichen Situationen, wieso immer mehr Menschen übergewichtig sind. In herausragender Weise wird dann jedoch eine Brücke geschlagen zu möglichen Auswegen, die Veränderungen des persönlichen Verhaltens, aber auch Umstellungen der Umgebung verlangen.
Monika Grebe ist es gelungen, wissenschaftliche Erkenntnisse über Adipositas und das Metabolische Syndrom so zu übersetzen, dass nicht nur ein sofortiger Erkenntnisgewinn, sondern auch ein bleibender Nutzwert für die Fernsehzuschauer entsteht. Dies ist Ratgeber- Journalismus in seiner Idealform.
Der Gesundheitspreis wurde am 3. Juli 2009 in Baierbrunn bei München verliehen.
Laudator: Bernd Schwedhelm, stellvertretender Redaktionsdirektor des Wort & Bild Verlags und Mitglied der Jury
Festrednerin: Dr. Susanne Holst, Ärztin und ARD-Tagesschau-Moderatorin mit dem Vortrag: Dem Metabolischen Syndrom entkommen – Fortschritte durch mehr Bewegung
PREISTRÄGER Hörfunk 2009: Regine Hauch
Foto: Stephan Wieland
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat den Beitrag
›Das Skalpell als letzte Hoffnung – Grenzen und Möglichkeiten der Adipositas-Chirurgie‹ der Journalistin
Regine Hauch im Wissenschaftsmagazin Leonardo auf WDR 5 vom 7. Januar 2009 zum Gewinner des Medienpreises Hörfunk 2009 gewählt.
In ihrem aufwendig recherchierten Radiobeitrag begleitet Regine Hauch Menschen, die sich wegen ihres seit Jahren erfolglos behandelten Übergewichts für eine Operation entschieden haben. Regine Hauch stellt die Lebenssituation der Betroffenen dar und beleuchtet ihre gesundheitlichen und sozialen Probleme durch die Adipositas.
Auch die behandelnden Ärzte kommen zu Wort. Sie stellen nicht nur die Methode der Operation vor, sondern erklären auch die möglichen Folgen und Risiken des Eingriffs auf allgemein verständliche Weise.
Regine Hauch zeigt in ihrem wissenschaftlich korrekten und interessant erzählten Beitrag, dass starkes Übergewicht auch in Deutschland immer häufiger durch eine Operation behandelt wird. Durch hervorragend aus-
gewählte Protagonisten macht sie außerdem auf menschliche Weise
die Probleme verständlich, die zur Entstehung einer Adipositas führen.
Der Medienpreis Hörfunk wurde am 3. Juli 2009 in Baierbrunn bei München verliehen.
Laudatorin: Dr. Regina Oehler, Wissenschaftsredakteurin beim Hessischen Rundfunk/Hörfunk, Frankfurt am Main und Mitglied der Jury
Festrednerin: Dr. Susanne Holst, Ärztin und ARD-Tagesschau-Moderatorin mit dem Vortrag: Dem Metabolischen Syndrom entkommen – Fortschritte durch mehr Bewegung
PREISTRÄGER Print 2008: Dr. Harro Albrecht
Foto: privat
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat den Bericht „Dick in Afrika. Übergewicht und Diabetes breiten sich in den Entwicklungsländern aus“ des Redakteurs
Dr. med. Harro Albrecht in der Wochenzeitung DIE ZEIT vom 14. Februar 2008 zum Gewinner des Medienpreises Print 2008 gewählt.
In seinem glänzend geschriebenen Artikel räumt Dr. Harro Albrecht mit dem Vorurteil auf, Übergewicht und Diabetes beträfen nur die Bürger westlicher Industrienationen. Bei seinen Recherchen in Afrika, vor allem in Uganda, sah er dieselben Folgen von Überernährung und Bewegungsmangel wie in Europa und den USA. „Das Diabetesproblem“, zitiert er eine ugandische Ärztin, „ist inzwischen größer als unser Aids-Problem. “
Herr Dr. Albrecht zeigt an hervorragend ausgewählten Beispielen, dass die Folgen des Metabolischen Syndroms nicht nur in Industrieländern massive gesundheitspolitische Probleme aufwerfen. Mit präzisem Blick zeichnet er jenseits der Hunger- und Aids-Berichte aus Afrika das Bild einer unerwarteten gesundheitlichen Krise des Schwarzen Kontinents, die er in der drastischen Formulierung zusammenfasst: „Die Aids-Kranken haben Tanzgruppen, die Zuckerkranken nicht mal Insulin. “
Der Medienpreis Print wurde am 4. Juli 2008 in Baierbrunn bei München verliehen.
Laudator: Prof. Dr. med Karl Dietrich Hepp, Diabetologe und Mitglied der Jury Medienpreis
Festredner: Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Kabarettist und Buchautor
mit dem Vortrag: Humor hilft heilen
PREISTRÄGER TV 2008: Monika Grebe

Foto: WDR
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat die Sendung „Warum werden unsere Kinder immer dicker?“ von
Monika Grebe und dem Redaktionsteam von Quarks & Co zum Gewinner des Medienpreises Fernsehen 2008 gewählt. Der Beitrag wurde vom WDR FERNSEHEN am 26. Juni 2007 gesendet.
Monika Grebe und ihr Team haben es auf vorbildliche Weise geschafft, den Ursachen der weltweiten Zunahme des Übergewichts bei Kindern auf den Grund zu gehen. Gekonnt nutzten sie die Möglichkeiten des Fernsehens – Reportage, Animation, Feature, Studio-Experiment – für eine unterhaltsame, nie belehrende, höchst informative und inhaltlich korrekte Sendung.
Hinter den neun einzelnen Beiträgern der 45-Minuten-Sendung steckt eine sorgfältig ausgearbeitete inhaltliche Struktur. Ausgehend von der Statistik, wonach in Deutschland zwei Millionen Mädchen und Jungen zu dick sind, geht Monika Grebes Team dorthin, wo die Probleme zu Hause sind: Was essen deutsche Schulkinder? Was geschieht, wenn dem Nachwuchs übergroße Portionen angeboten werden? Wie ergeht es Kindern mit „Altersdiabetes“? Und was macht eine Jugendliche drei Jahre nach dem Abnehmprogramm „Obeldicks“?
Der Medienpreis TV wurde am 4. Juli 2008 in Baierbrunn bei München verliehen.
Laudator: Günter Haaf, Redaktionsdirektor Wort & Bild Verlag und stellvertretender Sprecher der Jury des Medienpreises
Festredner: Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Kabarettist und Buchautor
mit dem Vortrag: Humor hilft heilen
PREISTRÄGER 2007: Torben Müller

Foto: Gregor Schläger
Die Jury der Stiftung
RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat den Report
Machen Sie den Pfunden Beine des Redakteurs
Torben Müller in der Zeitschrift stern GESUND leben, Ausgabe Oktober 2006, zum Preisträger des Medienpreises Print 2007 gewählt. Der Medienpreis TV/Hörfunk wurde 2007 nicht vergeben.
In seinem Bericht räumt er mit dem „großen Irrtum“ in den Köpfen vieler Übergewichtiger auf, dauerhaftes Abnehmen sei mit der „richtigen Diät“ zu erreichen. Diese Menschen lassen, wie Torben Müller in seinem glänzend beschriebenen Report schlüssig argumentiert, die „effektivste Methode auf dem Weg zum Wunschgewicht außer Acht: die Bewegung“. Mit gut gewählten Fallbeispielen, sorgfältig und aktuell recherchierten Fakten sowie Interviews mit ausgewiesenen Experten leitet er seine Leser sicher durch die komplexe Thematik des Fettstoffwechsels und klärt sie somit über einen der zentralen Risikofaktoren des Metabolischen Syndroms auf.
Der Medienpreis wurde am 6. Juli 2007 in Baierbrunn bei München verliehen.
Laudator: Bernd Schwedhelm, Ressortleiter Wissenschaft und Medizin, Bild am Sonntag
Festrednerin: Vera Cordes, TV-Moderatorin des wöchentlichen Gesundheitsmagazins VISITE des Norddeutschen Rundfunks
PREISTRÄGER 2006: Dr. Petra Thorbrietz
Den erstmals vergebenen und mit 12.500 Euro dotierten Medienpreis Print der STIFTUNG RUFZEICHEN GESUNDHEIT! erhält die Journalistin Dr. Petra Thorbrietz für ihren Bericht „Die beste Diät? Anders leben!“, der in der Mai-Ausgabe 2005 der Zeitschrift GEO erschienen ist. Die Juroren kürten aus einer Fülle von Zeitungs- und Zeitschriftenartikel diese Arbeit zum Sieger, weil es der Autorin gelungen ist „äußerst gekonnt einen thematischen Bogen zu spannen von den Alltagsproblemen Übergewicht und Bewegungsmangel über die Wirrungen wohlfeiler Diät-Empfehlungen bis zu den gefährlichen Folgeerkrankungen des Metabolischen Syndroms“. Ziel des Medienpreises ist es, die Qualität (medizin-) journalistischer Beiträge in Publikumsmedien zu fördern, die auf vorbildliche Weise über die gesundheitlichen Gefahren dieses Syndroms aufklären. Der ebenfalls mit 12.500 Euro dotierte Medienpreis TV/Hörfunk wurde in diesem Jahr nicht vergeben.