Vorbeugen mit Milch?

Laut einer Beobachtungsstudie erkranken Milchtrinker seltener an Metabolischem Syndrom

Wer täglich 500 Milliliter Milch trinkt, betreibt offenbar wirksame Vorbeugung vor dem Metabolischen Syndrom. Das zumindest lässt eine Untersuchung vermuten, die kürzlich im Journal of Epidemiology and Community Health erschienen ist und derzufolge einem täglichen Milchkonsum eine gewisse Vorbeugewirkung eingeräumt werden kann.

Diese Einschätzung basiert auf Daten der sogenannten Caerphilly Prospektive Study, die vor mehr als zwei Jahrzehnten in der walisischen Stadt Caerphilly begann und den Gesundheitszustand des größten Teils der männlichen Bevölkerung regelmäßig erfasst. Dabei werden auch Informationen zu viszeraler Adipositas (Bauchumfang), Cholesterin-Werten und dem Nüchternblutzuckerspiegel erhoben. Anhand dieser Kriterien wurde die Diagnose „Metabolisches Syndrom“ gestellt.

Als der Epidemiologe Professor Peter Elwood von der Unversität von Cardiff nun die Informationen über den täglichen Milchkonsum mit dem Vorkommen des Metabolischen Syndroms verglich, schnitten die Milchtrinker besser ab. Wer mindestens 500 Milliliter Milch pro Tag trank, hatte demnach ein um 62 Prozent geringeres Risiko, ein Metabolisches Syndrom zu entwickeln. Eine ähnliche Wirkung zeigt sich übrigens, wenn viele Milchprodukte verzehrt wurden. Allerdings sollten diese Ergebnisse mit Vorsicht interpretiert werden: Zum einen sind Informationen aus Beobachtungsstudien nie sehr zuverlässig, da sie auf Angaben der Teilnehmer beruhen. Zum anderen hat Vollmilch vielleicht eine gewisse vorbeugende Wirkung bezüglich des Metabolischen Syndroms, aber sicher nicht bezüglich einer manifesten Zuckerkrankheit. Eine wirksame Diabetes-Prävention lässt sich nur mit Lebensstiländerungen erreichen.

01.10.2007

 
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