Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! schärft mit drei Veranstaltungen das Bewusstsein für das Risikoquartett Metabolisches Syndrom

Baierbrunn/München, 4. Juli 2008
Kompaktes Programm an einem Wochenende: Verleihung des Gesundheits- und Medienpreises, wissenschaftliches Symposium und Fortbildung für niedergelassene Ärzte definieren neue Wege zur Prävention und Therapie des Metabolischen Syndroms und seiner Folgekrankheiten

v.l.n.r.: Hartmut Becker (Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!); Otwin Schierle (AOK Baden-Württemberg); Dr. Rolf Hoberg (Vorsitzender des Vorstands AOK Baden-Württemberg); Jutta Ommer-Hohl (AOK Baden-Württemberg); ScienceKids-Teilnehmer Fabian, Jule und Tobias; Dr. Harro Albrecht (Wissenschaftsredakteur der "ZEIT"); Monika Grebe (WDR-Redakteurin von "Quarks & Co.“); Prof. Dr. Markolf Hanefeld (Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT!)
Foto: © Wort & Bild Verlag/E. Hegerich

Drei Veranstaltungen an diesem Wochenende am Sitz der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! in Baierbrunn sollen das Bewusstsein über die Gefahren des Metabolischen Syndroms bei Ärzten und in der Öffentlichkeit schärfen. Zum festlichen Auftakt werden die hoch dotierten GESUNDHEITS- und MEDIEN-PREISE 2008 für herausragende Projekte zum Thema Metabolisches Syndrom verliehen vor Ehrengästen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Ausgezeichnet werden das Programm für Schulen der Primarstufe „ScienceKids: Kinder entdecken Gesundheit“ der AOK Baden-Württemberg und die Medienbeiträge des ZEIT-Redakteurs Dr. Harro Albrecht und der WDR-Redakteurin Monika Grebe. Ein wissenschaftliches Symposium mit international anerkannten Experten gibt Einblicke in die aktuelle Diskussion zum Metabolischen Syndrom, definiert als das Zusammentreffen der Faktoren Übergewicht, Bluthochdruck, Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen mit Folgekrankheiten wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes. Die Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Ärzte zeigt Möglichkeiten zur Prävention und Behandlung dieser gefährlichen Volkskrankheiten in der hausärztlichen Praxis auf.

Der mit 25.000 Euro dotierte GESUNDHEITSPREIS 2008 der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! geht an das Projekt „ScienceKids: – Kinder entdecken Gesundheit“, das die AOK Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern der Hochschulen Karlsruhe, Heidelberg und Konstanz als Unterrichtsprogramm für Kinder in Grundschulen gemeinsam mit dem Kultusministerium Baden-Württemberg entwickelt. Die Jury der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat sich unter zahlreichen Einsendungen für das Projekt „ScienceKids“ entschieden, weil es sich durch einen besonders innovativen Charakter auszeichnet und mit der Prävention von Übergewicht bereits im Kindesalter ansetzt. Dr. Rolf Hoberg, Vorsitzender des Vorstandes der AOK Baden-Württemberg, bringt die Zielsetzung auf den Punkt: „ScienceKids ist kein theoretisches Programm, das nach einigen Monaten in Vergessenheit gerät, sondern ein Projekt für die Zukunft. Mit ScienceKids setzen wir positive Impulse für einen bewussten und gesünderen Umgang der Kinder mit dem eigenen Körper.“

Den MEDIENPREIS 2008 in der Kategorie Print in Höhe von 12.500 Euro erhält Dr. Harro Albrecht für seinen Bericht „Dick in Afrika – Übergewicht und Diabetes breiten sich in Entwicklungsländern aus“. Der am 14. Februar 2008 in der Wochenzeitung DIE ZEIT erschienene Artikel befasst sich mit dem starken Anstieg von Übergewicht und Typ-2-Diabetes in afrikanischen Ländern, zum Beispiel in Uganda, sowie der Unfähigkeit der dortigen Gesundheitssysteme, den Betroffenen zu helfen. Die Jury des Medienpreises hat sich für diesen glänzend geschriebenen und sorgfältig recherchierten Beitrag entschieden, weil er unter anderem mit dem Vorurteil aufräumt, Übergewicht und Diabetes beträfen nur die Bürger westlicher Industrienationen.

Den mit 12.500 Euro dotierten MEDIENPREIS in der Kategorie Fernsehen verleiht die Stiftung an Monika Grebe für den Beitrag „Warum werden unsere Kinder immer dicker?“, ausgestrahlt in der Sendereihe Quarks &Co des WDR-Fernsehens am 26. Juni 2007. Die WDR-Redakteurin Monika Grebe und ihr Team haben es nach Ansicht der Jury auf vorbildliche Weise geschafft, den Ursachen der weltweiten Zunahme des Übergewichts bei Kindern auf den Grund zu gehen und zugleich die gesundheitlichen Risiken für die betroffenen Kinder aufzuzeigen. Gekonnt nutzten sie die Möglichkeiten des Fernsehens – Reportage, Animation, Feature, Studio-Experiment – für eine unterhaltsame, nie belehrende, höchst informative und inhaltlich korrekte Dreiviertelstunden-Sendung.

Schirmherrin der diesjährigen Preisverleihung ist die bayerische Staatsministerin für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen Christa Stewens. Den Festvortrag hält Dr. Eckhart von Hirschhausen, Arzt und Kabarettist.

Beim 3. Wissenschaftlichen Symposium der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! unter dem Titel „Metabolisches Syndrom – Die Folgen für Herz und Gefäße“ diskutieren führende Wissenschaftler und Mediziner unter anderem über die Rolle des Fettgewebes als ein Nährboden für chronische Entzündungen. Vorsitzender des Symposiums ist der international anerkannte Experte für das Metabolische Syndrom Prof. Dr. med. Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für klinische Studien der Technischen Universität Dresden.

Abgerundet wird das Tagungsprogramm durch eine Fortbildungsveranstaltung für niedergelassene Ärzte. Dabei präsentieren Fachärzte Möglichkeiten zur Behandlung der Volkskrankheit in der hausärztlichen Praxis. Die Veranstaltung ist von der Bayerischen Landesärztekammer mit 4 CME-Punkten zertifiziert.

Hintergrund

Der Gesundheits- und Medienpreis und das Wissenschaftliche Symposium der Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! werden vom Wort & Bild Verlag gefördert. Die Stiftung RUFZEICHEN GESUNDHEIT! hat die Prävention und nachhaltige Aufklärung zum Metabolischen Syndrom seit ihrer Gründung im Dezember 2005 in das Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Gründer der Stiftung ist der Münchner Verleger und Inhaber des Wort & Bild Verlages Rolf Becker, der sich seit mehr als 50 Jahren mit der publizistischen Arbeit seiner Medien für eine eigenverantwortliche Gesundheitsvorsorge engagiert. Mit ihrer Aufklärungsarbeit wendet sich die Stiftung an Ärzte, Wissenschaftler, Meinungsbildner und Journalisten.

Jurymitglieder des Gesundheitspreises

Professor Dr. Klaus Bös (Institut für Sportwissenschaften an der Universität Karlsruhe),  Professor Dr. Hans Hauner (Lehrstuhl für Ernährungsmedizin an der Technischen Universität München), Professor Dr. Markolf Hanefeld (Experte im Bereich Diabetologie und Fettstoffwechsel an der Universität Dresden), Dr. Marianne Koch (Präsidentin der Deutschen Schmerzliga e.V.), Professor Dr. Thomas Meinertz (Klinik und Poliklinik für Kardiologie und Angiologie am Universitäts-Klinikum Hamburg Eppendorf), Professor Dr. Ruth Strasser (Herzzentrum an der Technischen Universität Dresden), Prof. Dr. Petra Wagner (Fachgebiet Sportwissenschaft, Technische Universität, Karlsruhe), Heinz-Günter Wolf (Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände)

Jurymitglieder des Medienpreises

Klaus Bachmann (Wissenschaftsredakteur GEO), Dr. Christina Berndt (Wissenschaftsredakteurin Süddeutsche Zeitung), Günter Haaf (Redaktionsdirektor Wort & Bild Verlag), Prof. Dr. Karl Dietrich Hepp (fachwissenschaftlicher Berater Diabetiker Ratgeber), Dr. Regina Oehler (Wissenschaftsredakteurin Hessischer Rundfunk/Hörfunk), Heide Schaar-Jacobi (bis 2004 Redakteurin „Visite“, Norddeutscher Rundfunk/Fernsehen), Jan Schweitzer, (Chefredakteur des Magazins ZEIT Wissen).

04.07.2008


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