Rote Grapefruit hilft bei hohem Cholesterin

Eine Grapefruit am Tag kann Herzerkrankungen in Schach halten. Zu diesem Ergebnis kommen israelische Wissenschaftler von der Hebrew University in Jerusalem. Ihre Studie mit Patienten mit Herzerkrankungen wurde im JOURNAL of AGRICULTURAL AND FOOD CHEMISTRY veröffentlicht. Beobachtet hatten die Wissenschaftler eine Gruppe von 57 Patienten im Alter zwischen 39 und 72 Jahren mit erhöhten Blutfettwerten, die sich auch mit Statinen, einem wirkungsvollen Medikament zur Fettsenkung, nicht beeinflussen ließen. Alle Teilnehmer hatten kurz zuvor eine Bypass-Operation überstanden.

Es wurden drei Gruppen gebildet: Zusätzlich zu den normalen Mahlzeiten erhielten die Probanden der ersten Gruppe täglich eine rote Grapefruit, die der zweiten eine weiße. Die dritte Gruppe diente als Kontrollgruppe: Sie aßen keine Grapefruit. Am Ende der 30-tägigen Studie waren die Cholesterinwerte der Grapefruit-Esser deutlich gesunken. Dabei erweis sich die rote Grapefruit als am wirkungsvollsten. In dieser Gruppe stellten die Forscher eine Senkung des Gesamtcholesterins um 15,5 Prozent, der LDL-Cholesterinwerte um 20,3 Prozent und der Triglyceridwerte um 17,2 Prozent fest. Studienleiter Shela Gorinstein glaubt, die in den Früchten enthaltenen Antioxidatien seien für diesen Effekt verantwortlich. Damit wäre klar, warum die roten Grapefruits stärker wirkten als die weißen: Sie enthalten höhere Konzentrationen an Antioxidantien.

Die Studienautoren weisen darauf hin, dass frische Früchte und Saft gleichermaßen wirken. Eine halbe Grapefruit entspricht etwa einem halben Glas Saft. Vorsicht walten lassen sollten allerdings Patienten, die verschreibungspflichtige Arzneien einnehmen. Denn zwischen Medikamenten und Inhaltsstoffen von Grapefruits kann es zu Wechselwirkungen kommen. Ratsam ist daher eine Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

14.03.2006

 
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