Verzehr von Vollkornprodukten schützt alte Menschen vor Metabolischem Syndrom
Vollkornernährung kann auch bei älteren Menschen die Gefahr eines Metabolischen Syndroms reduzieren. In einer im American Journal of Clinical Nutrition erschienenen Studie untersuchten Forscher von der Friedman School of Nutrition Science and Policy von der Tufts Universität in Boston (USA) die Auswirkungen einer gesunden Vollkornkost auf Personen jenseits des 60. Lebensjahres. Bisherige Studien hatten die positiven Effekte einer solchen Ernährung nur für Menschen im mittleren Lebensalter gezeigt. Da allerdings im Alter Insulinresistenz und verminderte Glukosetoleranz häufiger vorkommen, seien diese Ergebnisse nicht ohne weiteres übertragbar, sagen die Studienautoren.

Die Wissenschaftler konnten für ihre Untersuchung auf Daten aus den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts zurückgreifen: Zwischen 1981 und 1984 hatten die 535 teilnehmenden Personen ihre Ernährungsgewohnheiten in einem Tagebuch festgehalten. Nun wurde den gesunden Probanden im Alter zwischen 60 und 98 Jahren Blut abgenommen, um eventuelle Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Metabolische Syndrom zu bestimmen. Dabei zeigte sich: Je höher der Konsum an Vollkornprodukten war, desto geringer war der Nüchternblutzucker. Und desto geringer war auch der Body Mass Index (BMI), ein gängiger Bewertungsmaßstab für Körpergewicht. Für Menschen, die viel Weißmehl konsumierten, ergaben sich dagegen erhöhte Nüchternblutzucker-Spiegel. Das kann ein Hinweis auf eine verminderte Glukosetoleranz und auf eine drohende Diabetes-Erkrankung sein. Zudem hatten Personen, die viel Weißmehl zu sich nahmen, ein zweifach höheres Risiko, ein Metabolisches Syndrom zu entwickeln.

Auch wenn die Studienteilnehmer keine repräsentative Stichprobe darstellen und die Experten vorsichtig sind, ihre Ergebnisse zu verallgemeinern, raten sie nachdrücklich zu Vollkornprodukten. Am besten sogar, meint Studienärztin Nicola McKeown, drei Mal pro Tag.

14.03.2006

 
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