Die Salz-Connection

Bei Menschen mit metabolischem Syndrom wirkt eine verminderte Salzaufnahme besonders gut gegen Bluthochdruck

Empfindlicher als bei Gesunden scheint der Blutdruck bei Menschen mit metabolischem Syndrom auf eine erhöhte Salzaufnahme zu reagieren. Zu diesem Ergebnis kommt Dr. Jing Chen und sein Forscherteam von der Tulan University School of Medicine in New Orleans (USA). Veröffentlicht wurde die Studie in der Fachzeitschrift Lancet.

Von Oktober 2003 bis Juli 2005 untersuchten die Forscher mehr als 1900 Chinesen in ihrer Studie. Die Teilnehmer waren älter als 16 Jahre und nicht an Diabetes erkrankt. Jeder musste das gleiche 14-tägige Ernährungsprogramm absolvieren, bei dem besonders auf die Salzaufnahme geachtet wurde. Während die Teilnehmer in den ersten sieben Studientagen eine salzarme Diät befolgten, mussten sie sich in den folgenden sieben Tagen salzreich ernähren.

Unter den Teilnehmern hatten 283 ein metabolisches Syndrom. Veränderungen der Salzaufnahme waren bei diesen Personen sowohl in der salzarmen als auch salzreichen Studienphase mit deutlicheren Veränderungen des Blutdrucks verbunden als bei jenen, die keine Komponenten des metabolischen Syndroms aufwiesen. „Unsere Ergebnisse lassen vermuten, dass bei Menschen mit metabolischem Syndrom der Blutdruck stärker auf eine erhöhte Salzaufnahme reagiert“, schreiben Studienautoren. „Bei diesen Personen scheint daher die Verminderung der Salzzufuhr eine besonders wichtige Maßnahme gegen Bluthochdruck zu sein.“

11.05.2009

 
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