Männer, die bestimmte Risikofaktoren im mittleren Lebensalter meiden, leben länger
Männer, die im mittleren Lebensalter Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, exzessiven Alkoholkonsum und Bluthochdruck meiden, schaffen damit gute Voraussetzungen für ein langes und gesundes Leben. Diesen Zusammenhang bestätigt eine neue, umfangreiche Studie. Die vom Pacific Health Research Institute und dem Kuakini Medical Center in Honolulu durchgeführte Untersuchung wurde kürzlich in der Fachzeitschrift JAMA veröffentlicht.
Daten von fast 6000 Amerikanern haben Dr. Bradley Willcox und sein Team für die Studie ausgewertet. Die Männer wurden bis zu 40 Jahre lang beobachtet – angefangen im Jahr 1965 bis ins Jahr 2005 –, wobei die Forscher für bestimmte Altersstufen (75, 80, 85 und 90 Jahre) die jeweiligen Überlebensraten bestimmten. In die Kategorie „außergewöhnlich gesund“ stuften sie dabei diejenigen ein, die weder chronische Krankheiten noch irgendwelche physischen oder psychischen Beeinträchtigungen aufwiesen. Als chronisch galten folgende Krankheiten: Schäden der Herzkranzgefäße, Schlaganfall, Krebs, chronisch obstruktive Lungenkrankheit, Parkinson und Diabetes. Von den 5820 Studienteilnehmern erreichten 42 Prozent das 85. Lebensjahr. Unter ihnen waren 655, auf die das Kriterium „außergewöhnlich gesund“ zutraf.
Bei einer genauen Datenanalyse zeigte sich, dass diese „außergewöhnlich gesunden“ Männer vor allem im mittleren Lebensalter die Risikofaktoren Übergewicht, Rauchen, erhöhte Blutzuckerwerte, Bluthochdruck, exzessiven Alkoholkonsum im Griff gehabt hatten. Zudem hatten sie bei den Untersuchungen niedrige Blutfettspiegel aufgewiesen. Die Studienautoren schreiben: „Wir haben verschiedene Risikofaktoren ausgemacht, die sich im Rahmen einer klinischen Untersuchung einfach bestimmen lassen und noch dazu überwiegend beeinflussbar sind. Unsere Studie unterstreicht die Bedeutung, möglichst viele dieser Faktoren gleichzeitig auszuschalten, um im Alter bei bester Gesundheit zu sein.“
14.12.2006