Knackige Schlankmacher

Eine tägliche Portion Nüsse verstärkt die positiven gesundheitlichen Effekte einer mediterranen Diät

Zur Vorbeugung und Behandlung des Metabolischen Syndroms bescheinigt eine spanische Studie Nüssen eine erstaunliche Wirksamkeit. Die in der Zeitschrift Archives of Internal Medicine veröffentlichte Untersuchung legt nahe, dass sich mit einer täglichen 30-Gramm-Ration von Mandeln, Wal- sowie Haselnüssen bestimmte Facetten des Metabolischen Syndroms zurückdrängen lassen.

Dr. Jordi Salas-Salvadó von der Universität von Tarragona und seine Kollegen teilten im Rahmen der PREDIMED-Studie („Prevencion con Dieta Mediterranea“) 1224 Teilnehmer im Alter zwischen 50 und 80 Jahre in drei Gruppen mit etwa 400 Probanden ein. Jede Gruppe erhielt andere Ernährungsvorschriften: Die erste sollte zusätzlich zur mediterranen Diät einen Liter Olivenöl pro Woche verbrauchen, die zweite täglich zusätzlich zur mediterranen Kost 30 Gramm einer Nussmischung verzehren und die dritte eine fettarme Ernährung befolgen. Wie viel die Teilnehmer insgesamt aßen, blieb ihnen überlassen.

Bekanntermaßen wirkt sich eine mediterrane Diät mit viel frischem Obst und Gemüse, Fisch statt Fleisch, viel Ballaststoffen und einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren positiv auf das Metabolische Syndrom mit seinen Komponenten Übergewicht, Bluthochdruck, Zucker- und Fettstoffwechselstörung aus. Folgerichtig sank nach einem Jahr in der Olivenöl-Gruppe auch die Zahl derjenigen mit Metabolischem Syndrom um 6,7 Prozent. Die fettarme Diät zeigte dagegen nur bei zwei Prozent der Teilnehmer einen Erfolg.

Erstaunlich aber waren vor allem die Verbesserungen in der Nuss-Gruppe: Dort hatte sich bei 13,7 Prozent der Teilnehmer das Metabolische Syndrom gebessert. Zwar war das Gewicht im Schnitt nicht gefallen, aber es war zu einer Umverteilung des Fettes gekommen: Der Bauchumfang hatte bei vielen Teilnehmern abgenommen. Den Ausschlag könnte, so vermuten die Forscher, ein Plus an Ballaststoffen, Mineralien wie Kalium, Kalzium und Magnesium sowie die Aminosäure Arginin in den Nüssen gegeben haben. Ob das Risiko für Herz-Kreislauf-Krankheiten durch die Ration Nüsse tatsächlich sinkt, muss – trotz der festgestellten Verbesserungen – der weitere Verlauf der Studie erst noch zeigen.

14.01.2009

 
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