Weil mehr und mehr Menschen in China einen westlichen Lebensstil annehmen, entwickeln viele die aus der westlichen Welt bekannten Risikofaktoren wie Hochdruck, erhöhte Blutzuckerwerte oder Übergewicht
„Das Metabolische Syndrom nimmt an Häufigkeit in der asiatischen Bevölkerung enorm zu. Bald wird es in China so häufig sein wie in der westlichen Welt“, prophezeit Dr. Frank B. Hu von der Havard Universität in Boston (USA).
Hu und sein Team befragte für die Studie 2334 Menschen über 60 Jahre, die im Großraum Peking leben. Fast die Hälfte erfüllte die Kriterien des Metabolischen Syndroms bezüglich der von der International Diabetes Federation (IDF) festgelegten Kriterien Bauchumfang, Blutdruck, Fettwerte und Blutzucker. „Die chinesische Bevölkerung macht eine Transition durch, von Unterernährung zu Überversorgung mit Nahrung und von Untergewicht zu Übergewicht“, sagt Hu. „Das alles geschieht in rasend schnellem Tempo. Sicherlich wird sich das Problem in den nächsten Jahren weiter verschärfen und für das Gesundheitssystems Chinas eine enorme Belastung darstellen.“
22.05.2006