Multidisziplinärer Ansatz senkt Risiko für Herzkrankheiten
Patienten mit Metabolischen Syndrom haben ein stark erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten – das an sich ist keine Neuigkeit.

Erstaunlich aber ist, dass sich diese Gefahr innerhalb überschaubarer Zeiträume erheblich vermindern lässt. Nötig ist dazu aber die richtige Therapie. Zu diesem Ergebnis kommen Ärzte von der Medical College of Wisconsin (USA) die eine Reihe von Hochrisikopatienten beobachtet haben. An der Spezialklinik für Patienten mit Metabolischem Syndrom, an der die Patienten behandelt wurden, arbeiten Endokrinologen, Ernährungswissenschaftler, Psychologen, Diabetes-Ratgeber, Pharmakologen und Sportlehrer eng zusammen.

Von dieser Zusammenarbeit profitieren die Kranken offenbar besonders. Wie die Untersuchungsdaten der Studienteilnehmern nach sechs Monaten Therapie zeigten, war ihr Body Mass Index gefallen und der Bauchumfang zurückgegangen. Zudem hatten sich die Fettwerte gebessert. Anhand dieser und anderen Werte errechneten die Forscher, dass das 10-Jahres-Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen in der Studiengruppe um knapp 20 Prozent gesunken war. Studienleiter Dr. Safak Guven: „Die Studie zeigt, wie sehr Übergewichtige mit metabolischem Syndrom von speziellen Behandlungen profitieren.“ Er hofft auf die baldige Einführung eines allgemein gültigen Therapiestandards für das Metabolische Syndrom.

22.05.2006

 
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