Kinder, die zu wenig schlafen, sind häufiger übergewichtig, stellen US-Forscher fest
Forscher der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore haben in einer Übersichtsarbeit, den Zusammenhang zwischen Schlafdauer und Übergewicht bei Kindern untersucht. Die Ergebnisse ihrer Analyse haben Youfa Wang und seine Kollegen in der Zeitschrift „Obesitiy“ veröffentlicht. „Unsere Analyse zeigt einen klaren Zusammenhang auf“, berichtet Wang. „Ein gesundes Schlafverhalten könnte daher eine sehr günstige Maßnahme sein, um kindliche Fettsucht zu verhindern und sollte in künftigen Studien berücksichtigt werden.“
Die empfohlene Schlafdauer nimmt mit dem Alter der Kinder ab: Bis zu einem Alter von fünf Jahren sollte der Nachwuchs täglich elf oder mehr Stunden schlafen, zwischen fünf und zehn Jahren täglich mindestens zehn Stunden und Kinder, die älter als zehn Jahre sind, sollten wenigstens neun Stunden Schlaf bekommen. Für ihre Datenanalyse griffen die Autoren auf elf bereits veröffentlichte Studien zu Schlafdauer und kindlichem Übergewicht zurück.
Es zeigte sich, dass bei den Kindern, die täglich zwei Stunden weniger schliefen als die für ihre Altersklasse empfohlene Stundenzahl (siehe oben), das Risiko für Übergewicht oder Fettsucht um 92 Prozent erhöht war. Damit bestätigt die US-Studie das, was andere Untersuchungen bereits bei Erwachsenen festgestellt haben: Schlafdauer und -qualität haben auch bei Kindern einen erheblichen Einfluss auf die Entwicklung von Übergewicht, sowie anderen Komponenten des Metabolischen Syndroms.
18.02.2008