Gesundes Essen – eine Familienangelegenheit

Familien, in denen gemeinsame Fast-Food-Mahlzeiten häufig sind, weisen insgesamt ein weniger gesundes Essverhalten auf. Folglich sei in diesen Familien das Risiko für Übergewicht deutlich erhöht, berichten amerikanische Forscher der Universität von Minnesota (USA) in der Zeitschrift Public Health Nutrition.

Dr. Kerri Boutelle und ihr Team befragten für die Studie die Eltern von knapp 1000 Jugendlichen, die im Rahmen der Eating-Among-Tees-Untersuchung Angaben zu ihren Essgewohnheiten gemacht hatten. Demnach waren in Haushalten, in denen mehr als drei Mal pro Woche ein Fast-Food-Abendessen auf den Tisch kam, grundsätzlich mehr ungesunde Lebensmittel wie Chips oder Limonaden vorrätig, während Familien, die seltener auf Fast-Food zurückgriffen, mehr Obst und Gemüse im Haus hatten. Die Forscher konnten zeigen, dass in der Studiengruppe ein Zusammenhang zwischen der Häufigkeit von Fast-Food-Mahlzeiten und Übergewicht sowie einem erhöhten Body-Mass-Index (BMI) der Eltern bestand. „Fast-Food kann für viel beschäftigte Familien eine bequeme Alternative zum Kochen darstellen“, sagt Dr. Boutelle. „Doch wenn es häufiger zum Familienessen wird, hat dies offensichtlich auf Dauer erhebliche negative Auswirkungen auf die Nahrungsmittelwahl und die Gesundheit der ganzen Familie.“

51 Prozent der befragten Familien gaben an, dass ein bis zwei Mal pro Woche das Abendbrot aus Fast-Food bestand – bei sieben Prozent war dies sogar drei bis vier Mal pro Woche der Fall. Diese sieben Prozent aßen – wie die Erhebung zeigte – auch insgesamt weniger Obst und Gemüse und tranken weniger Milch als andere Familien. Darüber hinaus gab es in diesen Haushalten deutlich mehr ungesunde Lebensmittel. „Unsere Studie lässt die Schlussfolgerung zu, dass Familien, die ihre Essgewohnheiten sowie ihre Gesundheit verbessern wollen, den Verzehr von Fast-Food zu Hause einschränken sollten“, sagt Dr. Boutelle.

23.01.2007

 
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