Schrumpfende Gefäßveränderungen

Die Behandlung mit Statinen lässt krankhafte Veränderungen in den Wänden der Herzkranzgefäße deutlich schrumpfen.

Laut einer in der Zeitschrift JAMA veröffentlichten Studie beruht dieser Effekt auf einer statinbedingten Verminderung des „schlechten“ LDL-Cholesterins bei einer gleichzeitigen Anhebung des „guten“ HDL-Cholesterins. Ob sich allerdings die verbesserte Gefäßsituation auch in einer geringern Anzahl von Herzinfarkten niederschlägt, müsse noch untersucht werden, schreibt Studienautor Dr. Stephen J. Nicholls von der Cleveland Clinic (USA).

Bei Statinen handelt es sich um eine häufig eingesetzte Wirkstoffgruppe, die sich in vielen Studien als wirksam bei Fettstoffwechselstörungen erwiesen hat. So konnte auch ein Zusammenhang zwischen der geringeren Häufigkeit von Herzinfarkten und der Senkung des LDL-Cholesterinspiegels im Blut gezeigt werden.

In der jetzt vorgestellten Studie standen dagegen die Veränderungen in den Herzkranzgefäßen im Vordergrund. Als Atherome werden die Fettablagerungen in der innersten Wandschicht bezeichnet. Ihr Volumen interessierte die Studienautoren, die insgesamt knapp 1500 Patienten in die Studie einschlossen. Die Größe der Atherome wurde mittels eines speziellen Ultraschallsystems bestimmt, das über einen Katheter in die Gefäße vorgeschoben wird. Dabei zeigte sich eine deutliche Volumenabnahme von mehr als fünf Prozent bei den Patienten, deren LDL-Cholesterin-Blutspiegel im Rahmen der Statin-Therapie deutlich gesunken war, während gleichzeitig ihr HDL-Wert erheblich gestiegen war.

„Auch wenn noch gezeigt werden muss, dass der Rückgang der Atheromgröße tatsächlich zu weniger Herzinfarkten führt, unterstreichen unsere Ergebnisse, wie wichtig es ist, schädliche und schützende Cholesterinwerte bei Patienten mit bestehender koronarer Herzkrankheit gut einzustellen“, schlussfolgern die Autoren.

22.02.2007

 
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