Bei Menschen mit metabolischem Syndrom wachsen Kalkablagerungen in den Gefäßen erheblich schneller
US-Wissenschaftler von der Cleveland Clinic haben mit moderner Ultraschall-Technik den Zusammenhang zwischen metabolischem Syndrom und Ablagerungen in den Blutgefäßen untersucht. Ein Ärzteteam um Dr. Ozgur Bayturan vermaß Kalkablagerungen mithilfe von Ultraschall-Minisonden vor Ort, also in den Blutgefäßen. Die Studie wurde in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht.
„Etwas vereinfacht ausgedrückt: Die Ablagerungen in den Gefäßwänden wachsen bei jemandem mit metabolischem Syndrom etwa doppelt so schnell wie bei jemandem, der das Syndrom nicht hat“, erklärt Studienautor Dr. Stephen Nicholls. Veränderungen in den Gefäßen gehen grundsätzlich mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einher.
Allerdings scheint nicht das metabolische Syndrom an sich für das beschleunigte Wachstum verantwortlich zu sein. Offenbar spielen die einzelnen Komponenten des Syndroms unterschiedliche Rollen. Denn als die Forscher sich die Zusammenhänge genauer anschauten, stachen zwei Komponenten heraus: Die Triglycerid-Werte im Blut (Blutfette) und massives Übergewicht (Adipositas) standen am eindeutigsten in Verbindung zur Größenzunahme der Kalkablagerungen.
24.03.2010