Diabetes verdoppelt Sterberisiko

Im Jahr 2030 wird es weltweit wohl doppelt so viele Diabetiker geben wie heute. Für viele Gesundheitssysteme stellt diese Entwicklung eine extreme Herausforderung dar, da viele Zuckerkranke – trotz der verfügbaren Behandlungen – langfristig gravierende gesundheitliche Probleme aufweisen. Herz-Kreislauf-Krankheiten stehen schon heute in westlichen Industriestaaten ganz oben auf der Liste der Todesursachen. Eine neue US-Studie unterstreicht nun die Bedeutung von Diabetes als Risikofaktor für Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Die in der internationalen Zeitschrift PloS Medicine veröffentlichte Untersuchung der Georgia Universität zeigt, dass ältere Menschen mit Diabetes ein doppelt so hohes Risiko haben, an solchen Krankheiten zu versterben, wie gleichaltrige Nicht-Diabetiker.

Die Forscher untersuchten eine zufällig ausgewählte Gruppe von fast 6000 Personen, die älter als 65 Jahre waren. Bei neun Prozent war bereits ein Diabetes diagnostiziert worden. Diese Menschen spritzten sich Insulin oder nahmen orale Antidiabetika ein. Im Schnitt wurden die Teilnehmer elf Jahre beobachtet. In dem Zeitraum starben etwa 40 Prozent, wobei in mehr als der Hälfte der Fälle Herz-Kreislauf-Erkrankungen die Ursache waren. Bei Vergleich zwischen Diabetikern und Nicht-Diabetikern stießen die Forscher auf die oben erwähnte Diskrepanz: Das Risiko, an einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall zu versterben, war für Zuckerkranke doppelt so hoch wie für Nicht-Diabetiker.

30.10.2006

 
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