Dialyse-Patienten sollten auf die Kriterien des Metabolischen Syndroms hin untersucht werden
Darauf macht eine amerikanische Studie aufmerksam. Wie die in der Fachzeitschrift HEMODIALYSIS INTERNATIONAL erschienene Untersuchung zeigte, lag bei fast 70 Prozent der untersuchten Kranken ein Metabolisches Syndrom vor. Folglich ist deren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das bereits durch die Dialyse deutlich erhöht ist, noch deutlich größer.
Studienautor Dr. Daniel Young von der Washington University in St. Louis war überrascht, bei wie vielen Patienten er die fatale Kombination aus Bluthochdruck, abdominaler Adipositas, Fettstoffwechselstörung sowie Glukoseverwertungsstörung feststellte. Er hält das Konzept des Metabolischen Syndroms daher – insbesondere bei Dialyse-Patienten – für unverzichtbar: „Wenn neue Dialyse-Patienten auf die Kriterien hin untersucht werden, lassen sich diejenigen ausfindig machen, die ein extrem hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen haben.“
27.03.2007