Zuckerkrankheit kostet Lebenszeit

Anhand neuer Daten der seit 1948 in der Kleinstadt Framingham laufenden Beobachtungsstudie können Wissenschaftler nun genau beziffern, wie sehr die Lebenserwartung von Diabetikern aufgrund der Krankheit sinkt

Die Untersuchung, die Oscar Franco und sein Team von der Universität von Rotterdam in den Archives of Internal Medicine veröffentlicht, zeigte dabei auch einen Geschlechterunterschied auf: Frauen verlieren – statistisch gesehen – durch eine Zuckerkrankheit mehr Lebenszeit als Männer.

Im Rahmen der Framingham-Studie wird seit fast 60 Jahren eine Gruppe von mehr als 5000 Personen beobachtet. Bei der Analyse der neuesten Daten zeigte sich nun, dass Männer, die bis zum Alter von 50 Jahren eine Zuckerkrankheit entwickeln, durchschnittlich siebeneinhalb Jahre früher sterben als Männer, die nicht an Diabetes erkranken. Für Frauen fällt der Vergleich sogar noch schlechter aus: Ihre Lebenserwartung verkürzt sich durch die Krankheit sogar um 8,2 Jahre. Anhand der neuen Informationen gelang es den holländischen Forschern zudem, das Risiko von Diabetikern zu präzisieren, mit dem sie Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall erleiden: Demnach erhöht eine Zuckererkrankung die kardiovaskuläre Gefahr für Männer um den Faktor 2,4, für Frauen sogar um 2,5.

28.06.2007

 
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