Das Metabolisches Syndrom, das durch Bluthochdruck, schlechte Blutfettwerte, eine gestörte Blutzuckerregulation und Übergewicht gekennzeichnet ist, scheint auch mit einer strukturellen und funktionellen Herzveränderung einherzugehen
Das zumindest behaupten Ana Azevedo und ihre Kollegen von der portugiesischen Universität von Porto in einem Artikel, der kürzlich im Medizinjournal BMC Cardiovascular Disorders veröffentlicht wurde.
Dabei hatten die Wissenschaftler eine Gruppe von ausgewählten Erwachsenen untersucht. Neben der Bestimmung der Zucker- und Blutfetttwerte stand das Herz im Vordergrund (EKG, Ultraschall etc.). Dabei fanden die Mediziner heraus, dass Herzschwäche sowie andere Funktionsstörungen des Herzens umso häufiger sind, je stärker die einzelnen Komponenten des Metabolischen Syndroms ausgeprägt sind. Dieser Zusammenhang erwies sich als unabhängig von den üblichen Risikoberechnungen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Anders als in früheren Untersuchungen angeführt, könne der erhöhte Blutdruck nicht für alle festgestellten Herzveränderungen verantwortlich gemacht werden, meint Studienleiterin Azevedo und mutmaßt: „Die Untersuchung auf die einzelnen Komponenten des Metabolischen Syndroms eignet sich womöglich besser zur Vorhersage eines bestimmten Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, als es die bisher verwendeten Formeln tun.“
28.06.2007