Insulinresistenz steigert Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen – schon bei Jugendlichen

Wenn sich bei 13-Jährigen eine Insulinresistenz – also eine verminderte Reaktion auf ihr Zuckerhormon Insulin – nachweisen lässt, ist bereits im Alter 19 Jahren ihr Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Arteriosklerose oder Schlaganfall erhöht. Zu diesem Ergebnis kommt Alan R. Sinaiko, Professor an der University of Minnesota Medical School in Minneapolis, der seine Studie kürzlich in der Zeitschrift Hypertension veröffentlichte. Der Nachweis einer Insulinresistenz erlaubt demnach – auch unabhängig vom Faktor Übergewicht – Rückschlüsse auf die Wahrscheinlichkeit, dass Kinder innerhalb weniger Jahre einen Diabetes Typ 2 oder Gefäßschäden entwickeln.

12000 Schüler untersuchte Sinaiko und sein Team vor Studienbeginn auf Bluthochdruck, Größe und Gewicht. 357 im Durchschnittsalter von 13 Jahren erfüllten die Kriterien und wurden in die Studie eingeschlossen. Nach einer ausführlichen Eingangsuntersuchung (neben Blutdruck, Größe und Gewicht wurden auch Köperfettanteil, Blutfettspiegel und Nüchterninsulinspiegel bestimmt) erfolgten weitere Untersuchungen im Alter von 15 und 19 Jahren. Dabei zeigte sich, dass diejenigen, bei denen mit 13 Jahren eine Insulinresistenz festgestellt worden war, sechs Jahre später häufig Bluthochdruck und hohe Blutfettwerte aufwiesen.

„Zum ersten Mal konnten wir somit zeigen, dass die Insulinresistenz allein Vorhersagen über die Wahrscheinlichkeit von Herz-Kreislauferkrankungen zulässt – und das bereits in der Kindheit“, fasst Studienleiter Sinaiko seine Ergebnisse zusammen.

31.08.2006

 
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