Die Innere Uhr – auch circadianer Rhythmus genannt – beeinflusst offenbar den Zeitpunkt, an dem Schlaganfälle auftreten. Zu diesem Schluss kommt eine Arbeit, die in dem Journal of Neurology, Neurosugery and Psychiatrie erschienen ist. Ein Ärzteteam von der Universität von Iwate in Japan analysierte dazu die Daten von 13000 Menschen, die zum ersten Mal einen Schlaganfall erlitten hatten: Häufigste Ursache war der Verschluss einer Hirnarterie. Deutlich seltener lagen Hirnblutungen oder Blutungen aus den Hirnhäuten (subarachnoidale Blutung) der Erkrankung zugrunde.
Als die japanischen Forscher untersuchten, zu welchen Zeiten die Schlaganfälle auftraten, machten sie zwei Spitzen aus: So traten Schlaganfälle am häufigsten morgens und abends jeweils zwischen sechs und acht Uhr auf. Nur selten ereilte die Betroffenen das Schicksal im Schlaf. Bei der genauen Analyse stießen die Wissenschaftler auf eine Besonderheit: Schlaganfälle, die auf Gefäßverschlüsse zurückgingen, ereigneten sich vor allem am Morgen – und nur selten am Abend. Im Gegensatz traten Hirnblutungen und Blutungen aus den Hirnhäuten am Abend häufiger auf.
31.08.2006